Sonntag, 14. August 2011

Die Geschichte des PCs: DER URSCHREI (Teil4)




2.3 Die Restauration ernährt ihre Kinder
San Mateo. Mittwoch, 19. Januar 1983.
Für Apples damaligen Prä­si­denten A.C. »Mike« Markkula Jr. war Lisa ein »Traum von einem Computer«. So hatte er sich an diesem Mittwoch vor den Aktio­nären auf der Jahreshauptversammlung geäußert. 583 Mil­lionen Dollar Um­satz hatte Apple 1982 gemacht. Das war ein Wachstum von 74 Pro­zent. Der Gewinn war um 51 Prozent auf 61 Millionen Dollar ge­stiegen. Ein stolzes Ergebnis. Die Firma hatte IBMs PC-Schock gut verdaut, auch wenn die Marktanteile nicht zu halten gewesen wa­ren.
Lisas grafische Benutzeroberfläche

Aber mit Lisa, diesem High-Tech-Produkt, strebte Apple ohnehin in andere Gefilde. Weg vom schnöden PC, diesem überschätzten Hobby­com­puter, mit dem alles im Juli 1976 begonnen hatte. Damals hatte der kalifornische Computerhersteller mit der Auslieferung seines Apple I begonnen, ein Single-Board-Computer auf der Basis des Motorola-Prozessors 6502.[1] Preis des Ur-Apfels: 666,66 Dollar. Doch aus den Anfangstagen, als den beiden Gründern Steve Jobs und Steve Wozniak das Geld fehlte, um im August 1976 ihre Novität auf der ersten nationalen Mikrocomputermesse im Shelbourne Hotel, Atlantic City, zu präsentieren, war ein stolzes Unternehmen geworden. In den Anfangstagen hatte ihnen ein kleiner Ingenieur namens John Dilk bei Western Electric & Co. (AT&T) geholfen, ein preisgünstiges Hotel zu finden und die Reise nach Atlantic City zu arrangieren.[2] So hatten Jobs & Wozniak ihre Errungenschaft erstmals einem breiteren Publikum vorstellen können. Schließlich hatten sie in Markkula einen Risikokapitalisten gewonnen, der ihnen 92.000 Dollar zur Verfügung stellte.
Doch die Gründer-Jahre waren nun vorbei. Ebenso die Zeit der Hobbycomputer. Hier waren die Preiskriege vorherzusehen, die die al­les entscheidenden Roh­er­träge zunichte machen würden. Sicherlich, mit ihrem an diesem Tag ebenfalls vorgestellten Apple IIe war die Fir­ma auch in diesem anonymen Massengeschäft bestens vorberei­tet. Statt der 110 Chips, die sein Vorgänger, der Apple II, noch benö­tig­te, kam das neue Low-Cost-Gerät mit 31 aus. Außerdem war die Ma­schine CP/M-kompatibel und hatte damit eine gewisse Verträg­lich­keit mit dem Hauptrivalen, dem IBM PC. Doch die Zukunft ge­hörte den Software-Innovationen, wie sie Lisa besaß, und die ein ganz anderes Publikum adressierten.[3]
Mit ihr sollten 30 Millionen Manager in den USA und in Europa erobert werden.[4] »Lisa wird das obere Ende des PC-Marktes öffnen«, schwärmte da­mals Portia Isaacson von der Marktforschungsfirma Future Com­pu­ting. 10.000 Dollar sollte die jüngste Kreation aus dem Hause Apple kosten, die als »revolutionär« von ihren Schöpfern einge­schätzt wurde. Dabei war ihr auffälligstes äußeres Merk­mal bereits zwan­zig Jahre alt: die Maus.
2.4 Born under a wandering star
1963 hatte Douglas Engelbart am Stan­ford Research Institute in Palo Alto (Kalifor­nien) diesen ziga­rettenschachtelgroßen Cursor-Ma­ni­pu­la­tor erfun­den, für den er 1967 das Patent erhielt. Die Erfindung war dann zum Palo Alto Research Cen­ter (PARC), dem legendären Forschungsinstitut des Ko­piergiganten Xerox, ge­wech­selt, wo sie 17 Jahre war­ten musste, bis sie 1981 mit­samt einem 50.000 Dollar teuren Com­puter dem Markt vorgestellt wurde.
Douglas Engelbart mit Ur-Mouse & Haarmaus
Die Maus war die Seele einer Ma­schi­ne, die unter dem Namen Xerox 8010 Star »Executive Work Sta­tion« in die ewigen Geschichtsbücher der Computer-Industrie eingehen soll­te. Viele Experten meinen, dass der Xerox-Star mit seinen Anwendungen die letzte große Revolution im PC-Geschäft gewesen sei. »Heute bestehen die meisten Software-In­no­va­tio­nen daraus, ein Produkt durch Größenwachstum zu verbessern«, schimpfte 1998 Yogen K. Dalai, ein Risikokapitalist im Silicon Valley, über aufgeblähte Versionen. wie sie vor allem aus dem Haus Microsoft kamen. »Niemand denkt mehr daran, wie man eine Revolution inszenieren kann, wie sie sich mit Xerox Star ereignete.«
Die Visicalc-Gründer: 1978
Diese Workstation gilt als der Prototyp aller modernen Desk­tops und inspirierte sowohl den Macintosh als auch Windows, das ab 1983 seine Ideen bei Xerox abkupferte. Und auch nach Einschätzung von Daniel Bricklin, der 1978 das erste Spreadsheet-Programm VisiCalc auf den Markt brachte, waren Ende der neunziger Jahre »nur noch eine bestimmte Zahl von Leuten tatsächlich innovativ.« [5] Ein vernichtendes Urteil!
Die Mutter der PC-Kiste: Bereits 1973 war im Palo Alto Research Center (PARC) von Xerox der erste Prototyp eines modernen PCs entwickelt worden, aus dem 1980 der STAR wurde. Grafische Benutzeroberfläche, Maus und Ganzseitenbildschirm waren die äußeren Merkmale dieser Maschine, bei der alle alles abkupferten - vor allem die Firma, die heute gegen alle anderen Patentkriege führt: Apple. 1979 hatten die Entwickler von Alto, so der Codename der Maschine, den Apple-Gründer Steve Job zu einer Besichtigungstour eingeladen. Jobs müssen die Augen übergegangen sein...
Rund 9.000 Mannjahre an Experimenten und 100 Millionen Dollar an Entwick­lungsarbeiten stan­den hinter dem Xerox Star (Codename Alto). Die Maschine hatte leider einen entscheidenden Nach­teil: Sie war ihrer Zeit um mindestens eine Dekade voraus und - ge­messen in der Lern­kurve des Marktes - auch um zehn Jahre zu teuer. Diese Workstation barg bereits alle Innovationen in sich, von denen wir heute noch reden: Work­group-Computing. Client/Server-Konzep­tes, vor­gangsorientrierte Arbeitsweise, graphische Benutzeroberfläche und Objekt­orientierung.[6] Eine Menge Neuheiten für relativ wenig Geld, wenn man bedenkt, dass Microsoft in den neunziger Jahren für das weitaus weniger innovative Windows 95 rund 150 Millionen Dollar aufbringen sollte.[7]
Wer mit Star arbeiten durfte, war happy. Die Workstation machte süch­tig. »Mein Gott! Außerhalb einer Methadon-Klinik habe ich noch niemals eine sol­che Ab­hän­gig­keit gesehen«, erklärte ein Psychologe, der im Auftrag von PARC das Benutzerverhalten studierte.[8] Mit Drogen hatte der Star noch etwas gemeinsam: er war zu teuer.
Obwohl der Preis zuletzt nur noch 16.595 Dol­lar betrug, war der Star ein Flop. Der Grund: ein Star allein taugte nicht viel. Im Durch­schnitt 270.000 Dollar gaben die ersten 70 Anwender aus, um eine Work­group mit den Rechnern auszustatten. Das Investment war zu hoch, wenngleich die Benutzer durch erhebliche Zeitersparnisse belohnt wurden. Bei­spiel: Die Vor­bereitung einer Patent-Anmeldung - so ergab ein Experiment - ver­kürzte sich von einem Monat auf eine Woche. Doch die Kunden wollten nicht ein Dutzend, sondern Tausende von Arbeitsplätzen mit solchen Rechnern ausstatten. Damit stieß man in Größenordnungen vor, die bislang dem König der Computer vorbehalten war: dem Mainframe. Gegen ihn war denn auch diese konzertierte Aktion aus Alto-Computern ursprünglich positioniert worden. Das war die Vision: Das Netzwerk sollte der Computer werden und dabei nach und nach Funktionen der Großrechner übernehmen. Das PARC hatte die immensen Potentiale demonstriert und dabei zu Beginn der achtziger Jahre mehr Computer-Power zusammengeschlossen als in irgendeinem anderen Computerzentrum der Welt.[9] Hier stand - so könnte man annehmen - die erste Cloud.
Doch das Konzept ging nicht auf: Der Grund war der PC. Er gab der Geschichte des Computings zuerst einmal eine ganz andere Richtung. Erst zu Beginn der neunziger Jahre wurde unter dem Begriff Client/Server-Computing der verlorene Faden wieder aufgenommen. Und es sollte dann ein Mann namens Bill Gates werden, der unter dem Namen Windows mit dem Look & Feel von Alto ein Weltimperium aufbaute. Sein triumphaler Aufstieg bestätigt dabei ein Gesetz, dem schon IBM in der großen Zeit der Mainframes ihren Erfolg zu verdanken hatte: nicht die Innovatoren, sondern die Imitatoren sind die Sieger.
Der PC: Titelheld auf einem IBM-Geschäftsbericht
Denn auch die im Vergleich zum Vorbild Star erheblich preis­wertere Lisa war gegenüber dem PC machtlos gewesen, obwohl Apple für deren Ent­wicklung ein paar PARC­­-Leute abgeworben hatten.[10] Dem Starlet droh­te alsbald dasselbe Schick­sal. Lisa taugte nicht für das Massengeschäft.
Als »Quantensprung« (Business Week) ge­feiert, kam die junge Dame nicht aus den Startlöchern heraus.[11] Da­bei waren die Hoffnungen so groß gewesen: »Lisa ist ein neuer Typ von Personal Computer, der einen neuen Markt kreieren wird. Apple hat keinen Wettbewerber in diesem Sek­tor - und wird es auch zumindest für das nächste Jahr nicht ha­ben«, begrüßte die Analystin Portia Isaacson, Präsidenten von Future Computing Inc. in Richardson (Texas), die Apple-Schöpfung.[12] Einen Absatz von bis zu 50.000 Exemplaren soll das Ma­na­gement im ersten Jahr geplant ha­ben, als Gründer und Visionär Jobs der Lisa einen »phänomenalen Erfolg« prophezeite.[13] Doch die Geschäfte gin­gen nur schleppend, der Preis muss­te bald auf 8.190 Dollar gesenkt werden, und dennoch wollte Lisa nie­mand haben. Gerade mal 15.000 Systeme wurden die Kali­fornier nach Meinung der Markt­for­scher von InfoCorp. los.[14]
Die Mausefalle hatten einmal die Apple-Strategen selbst aufge­stellt, als sie Lisa in völliger Antithese zum IBM PC als ein ge­schlossenes System konzipierten. Sie glaubten, dass sich das mit zwei Megabyte Hauptspeicher aufgerüstete Gerät mit seinen sechs integrierten Anwendung­en von ganz allein verkaufen würde, und verzichteten auf die Unter­stüt­zung von Software­häusern.
Zum anderen hatte der Macintosh seine Schwester in eine PR-Falle tappen lassen. Als nämlich Lisa, eine 16/32-Bitlerin auf der Basis des Motorola 68000, im Juni 1983 in die Aus­lieferung kam, war sie längst aus den Schlag­zeilen. Alle Welt sprach nur noch von Apples jüngstem Spross: vom reinen 32-Bitler namens MacIntosh, der mit dem Prozessor Motorola 68020 ausgetattet werden sollte.
Mac und seine Schöpfer
Und das kam so: Während bislang der Name »MacIntosh« nur als ein zu­künftiges Produkt gehandelt wurde, war im April 1983 auch schon der erste Kunde bekannt. Die Drexel University in Phi­la­delphia hatte durch­sickern lassen, dass sie den Erwerb von 3.000 Exemplaren eines Rechners von Apple Computern plane, der MacIn­tosh heiße. Von da an war der Name präsent. Der kleine Bruder war Monate vor seiner Geburt in den Schlagzei­len.[15]
Die Gerüchteküche war dann sperrangelweit geöffnet, als Apple 100 Soft­­warehäuser ermunterte, in die Entwicklung von Anwen­dun­gen zu in­ve­stieren. Ihnen wurde zum Beispiel eine Toolbox mit brief­mar­ken­großen »Bild­sym­bolen« zur Verfügung gestellt. Diese alsbald nur noch Icons ge­nannten Pictogramme sollten mit Hilfe der Maus die Fen­ster zu den Anwendungen öffnen. Was sich da­mit machen ließ, hat­ten Xerox’ Star und Apples Starlet Lisa zuvor aufge­zeigt. Die grafische Be­nutzeroberfläche war endgültig auf dem Vor­marsch.
IBMs Welt der Großrechner: 1980
Dieser Angriff kam nicht über Terminalnetze, wie IBM sie sich mit der Ankündigung ihres farbigen 3270-PC im Oktober 1983 erträumt haben mochte.[16] Die Ziffer 3270 stand damals für "dumme" Bildschirm-Terminals, heute würde man sagen für Thin Clients, die alle Intelligenz und Anwendungen aus dem Großrechner bezogen. Hunderttausende von 3270-Bildschirmen waren an die Mainframes angeschlossen.
Der IBM 3270-PC
Ihn hatte sie gegen Lisa positioniert, die die Apple-Ingenieure 3270-kompatibel machen wollten. Doch weder Lisa noch der 3270-PC wurden die Grafik-Renner. Der Werbeträger war der Einzelkämpfer namens Mac, der in Prototypen dem staunenden Journalisten­volk gezeigt wurde. »Ich habe Dinge gese­hen, von de­nen ich bisher annahm, dass sie allein von Main­frames geleistet wer­den können«, schwärmte Starcolumnist Doug Clapp von Info­World.[17] Nichts war so unpassend wie der Vergleich des kleinen Mac mit Big Brother...
Die Geschichte des PCs TEIL 1 // TEIL 2 // TEIL 3 // TEIL 4 // TEIL 5 // TEIL 6 // TEIL 7 //
Quellen


[1] Computerworld, 12.7.1999, Leslie Goff, Laura Hunt: »1976«
[2] Computerworld, 12.7.1999, Leslie Goff: »Apple Debuts«
[3] Financial Times, 21.1.1984, Louise Kehoe: »Apple`s `Lisa' takes the stage«
[4] Financial Times, 21.1.1984, Louise Kehoe: »Apple`s `Lisa' takes the stage«
[5] Wall Street Journal, 26.6.1998, Lee Gomes: »Software Makers Pile On Features«
[6] Fortune, 3.5.1992, Bro Uttal: »What`s detainung the office of the future«
[7] Financial Times, 12.10.1995, Alan Cane: »Why the project team did not win any laurels«
[8] Fortune, 3.5.1992, Bro Uttal: »What`s detainung the office of the future«
[9] Business Week, 26.10.1990, John W. Verity: »Rethinking the computer«
[10] Wall Street Journal, 17.5.1984, Stephen MacDonald: »As Apple Com­puter hails its `mouse', critics lay traps«
[11] Business Week, 8.2.82: »How Apple will keep growth going«
[12] Financial Times, 20.1.1983, Louise Kehoe: »Apple un­veils two new personal computers«
[13] Wall Street Journal, 9.12.1983, Charlie Dolan: »Apples long awaited Macintosh computer is viewed as critical to company`s future«
[14] Financial Times, 2.1.1984, Louise Kehoe: »Apple seeks to fend off IBM with launch of desktop range«
[15] Time, 2.5.1983: »Newest Apple«
[16] Financial Times, 19.10.1983, Louise Kehoe: »IBM laun­ches rival for Apple`s Lisa«
[17] Financial Times, 2.1.1984, Louise Kehoe: »Apple seeks to fend off IBM with launch of desktop range«

Samstag, 13. August 2011

Die Geschichte des PCs: DER URSCHREI (Teil3)


IBMs große PC-Pleite: PCjr. alias Peanut - Titelheld 1983: Steve Jobs

Von Raimund Vollmer

2. Kleiner Bruder vs. Big Brother

Boca Raton. Sonntag, 22. Januar 1984. Wie alle Amerikaner hatten es sich auch die 10.000 IBMer der blutjungen Entry Systems Division an ihren Farbfernsehern ge­mütlich gemacht. Der Superbowl stand an diesem Tag auf dem Pro­gramm. Die Los Angeles Riders gegen die Wa­shing­ton Red Skins. Der Westen gegen den Osten.

Blick in einen IBM-Laden in den USA: 1981

Doch American Football interessierte die für das PC-Geschäft engagierten IBMer im Unterschied zu den anderen 38,8 Millionen Haushalte nur am Rande. Sie wussten: Heute würden Werbeminuten des er­sten Quar­ters ihrer kleinsten Schöpfung gewidmet sein: dem PC junior. Am 1. No­vember 1983 als Ho­me­computer für 699 Dollar mit 128 Kilobyte Hauptspeicher ange­kün­digt, sollte er nun in die Mengenauslieferung kommen und dabei vor allem einem Mitbewerber das Fürchten lehren: der Apple Com­pu­ters Inc. aus Cu­­per­tino (Ka­lifornien). Ei­nen Werbeetat von 40 Millionen Dollar hatte IBM für ihren Klei­nen budgetiert. Viel Geld. Für nichts.


Ohne Bildschirm: der PCjr - Verlierer des Jahres 1984

2.1 Der Osten gegen den Westen

Ein gutes Jahr später war der PCjr (Codename Pea­nut) weg vom Fen­ster. Im April 1985 stellte IBM die Pro­duk­tion dieses dereinst im doppelten Sinn hochgepreisten Einstiegs-Pro­duk­tes ein. Er war den Konsumenten zu teuer. Mother Blue musste eine bittere Lektion lernen.

Hochmut kommt vor dem Fall.

»Uns ge­lingt alles«, so hatte Douglas R. LeGrande, hochrangiger Manager bei der En­try Systems Division, noch im Sommer 1983 in internen Veranstal­tun­gen seinen Kollgen Hoffnungen gemacht. Den IBMs Angriff auf den ­Hom­ecomputer-Markt kam verspätet, aber man war ja auch nicht der erste gewesen, der den PC-Markt gestürmt hatte.[1] Doch dann hatte man alles abgeräumt. Volle Kraft voraus. Mit Hilfe ihrer vollauto­ma­ti­sier­ten Produktion in Boca Raton, wo ein IBMer nur zehn Mi­nuten brauchte, um einen PC zusammenzu­schrauben, wollte der Marktführer das Desktop-Geschäft mit Pro­dukten über­flu­ten.

Doch der an der Ostküste sorgfältig vorbereitete Coup sollte im Homecomputer-Geschäft völlig miss­lin­gen. Das hatte vor­dergründig vor allem ein Mitbewerber verhindert: »Mit einem Apple IIe bekommt man mehr für sein Geld«, meinte im Februar 1984 Eric Go­lembo, Mar­keting-Manager beim Händler­un­ter­nehmen Prodigy Sy­stems Inc. in New Jersey.[2] Aber das war nicht allein die Erklärung. Der PCjr. war ohne Charme & Charisma - eine rei­ne Kopfge­burt. Von ihm ging keine Faszination aus. Mit ihm lie­ßen sich keine Massen mobilisieren - ein Geschäft, das dafür um­so bes­ser Apple beherrschte, die mit einem gnadenlosen Wer­be­feldzug den Junior zum Mauerblümchen deklassierte.

Das Fiasko hatte sich bereits an diesem Superbowl-Sonntag ange­bahnt. Denn kaum waren die Werbespots rund um den PCjr. im Äther verschwunden, da eroberte der Wettbewerber von der Westküste die Matt­scheibe. Der MacIntosh - mit großen I, wie er damals noch ausge­schrieben wurde - erlebte seine spektakuläre Vorankündigung.

Am 22. Januar 1984 wurde ein Mythos geboren.

2.2 Macs Big Bang und der Heilige Krieg

Es war in der Halbzeit des Superbowls, als plötz­lich die Matt­schei­be in das monochrome Zeitalter zurück­fiel und eine riesige Halle einblendete. Zu Zom­bies er­starr­te Menschen stieren mit lee­ren Augen auf einen gewaltigen Bild­schirm, von dem ein übermächtiger Big Brother herabblickt. Inmitten dieser gespenstischen Szene taucht auf einmal ein junges, ath­le­tisches Mädchen in apfelroten Shorts auf, rennt zu dem Bildschirm, wirbelt herum und zer­schmettert ihn mit einem Vor­schlaghammer. Während das Bild des Big Brothers in einer gewaltigen Explosion in tausend Scherben zer­fällt, erwachen die Seelen der grauen Menschen zu neuem Leben.

Dann erscheint ein Text: »Am 24. Januar wird Apple den MacIntosh vorstellen. Und Sie werden sehen, dass 1984 wird nicht so sein wird wie `1984’. Apple Computers.«[3]
LINK ZU DEM VIDEO "Big BROTHER"

»Für jeden, der irgendetwas über IBM und Apple wusste, waren die Implikationen unmissverständlich klar. Apple war der kühne Held, der mit unkonventionellen Methoden arbeitete. IBM hingegen stand für die Tyrannei der großen Firmen, die mit ihrem Konformitäts­zwang je­dermann quälte«, kommentierte das Fachblatt Electronics die Werbe-Show.[4] Für Newsweek hatte der nun offen zu Tage tretende Konflikt zwischen den beiden Anbietern bereits den Charakter eines »hei­ligen Krieges«:[5]

Auf der einen Seite stand der alte Go­liath IBM (Umsatz 1983: 40,2 Milliarden Dollar), auf der anderen Seite der David Apple (Umsatz 1983: 982,8 Millionen Dollar). Welch ein Missverhältnis! Big Blue war 40mal größer als der Her­aus­forderer. IBM schien der strahlende Sieger zu sein: Während Apple 1981 noch 41,2 Pro­zent des amerikanischen ­Desktop-Marktes beherrschte, war ihr Anteil 1983 auf etwa 24 Prozent gesunken. Wertmäßig - so ermittelte die Gartner Group - waren es am Jahresanfang sogar keine zehn Prozent mehr gewesen.[6] War sie 1981 noch die Nummer 1, so rangierte sie jetzt auf Po­sition 2 - und das, obwohl ihr Um­satz 1983 um 69 Prozent ge­stie­gen war.

Werbung für den Apple II: 1978

Rund 1,4 Millionen Exemplare hatten die Kalifornier laut Dataquest bis Ende 1983 von ihrem Starprodukt Apple II verkauft. Allein im Dezember sollen 90.000 bis 100.000 Exemplare über die Händler-Ti­sche ge­gangen sein. »Apple sollte sich eigentlich in Rabbit [Kaninchen] umtaufen lassen, denn deren Rechner vermehren sich so schnell«, scherzte Thomas M. Lodahl, damals Chefanalyst für Bürokommuni­ka­tion bei der Diebold Group.[7] Noch einmal hatte die legendäre Maschine, die 1977 auf den Markt ge­kommen war, abgeräumt und Apple stolze Bruttomargen von 48 Pro­zent beschert.[8] Sie konnte dies unge­hin­dert tun, weil der PCjr. – IBMs Gegenofferte – das Weihnachtsgeschäft verpasst hat­te. Der Apple II lei­stete sogar noch mehr: Er kompensierte den Miss­er­folg, den der En­de 1980 an­ge­kündigte Apple III den Kaliforniern beschert hatte. Das Pro­dukt war nicht ausgereift gewesen. So mussten rund 14.000 Maschinen zurück ins Werk gerufen werden. Damals war die Firma gerade mit einem Kurs von 22 Dollar an die Börse gegan­gen und konnte sich solche Image-Verluste kaum leisten. Nach­dem der Kurs auf 10 Dollar gesunken war, ret­tete der Apple II das An­sehen.

Doch nun, im Ja­nuar 1984, war allen klar, dass die Tage des lütten 8-Bit­­­lers aus Kali­fornien gezählt wa­ren. Die nächste Runde war er­öff­net. Die durf­te auf keinen Fall an IBMs PCjr. gehen. Mehr noch: ein Frontal­an­griff gegen den Meister aller Klassen, ge­gen IBM, musste insze­niert werden.[9] Einen besseren Zeit­punkt für ihre öffentliche Kriegserklärung hät­te Apple gar nicht wählen können. Wir schrieben immerhin das Orwell -Jahr »1984».

Die Menschen waren für das totalitäre Thema sensibili­siert. Die Sym­pa­thie gehörte den Kleinen und Schwachen. Eine Me­dienanalyse er­gab, dass sich selbst am Tag nach der einminüti­gen Auf­füh­rung 79 Pro­zent der Zuschauer an den Werbe-Film erinnern konn­ten. In den Abendnachrichten war der rund eine Million Dollar teu­re Streifen sogar wieder­holt worden. Diesmal kostenlos. Analysierte die Fachzeitschrift Elec­tro­nics: »Die Tatsache, dass der Spot nur ein einziges Mal während der Spiel­über­tragung ausge­strahlt wurde, erhöhte nur die Mystik.«[10] Dabei hatte die Wer­be­agentur Chiat/Day in San Fran­cisco die Or­well-Or­gie noch zweimal wiederholen wollen, aber dem vorsichtigen Auf­sichts­rat von Apple war eigent­lich schon ein­mal zuviel.

Doch der Sturm-und-Drang-Spot schlug ein wie eine Bombe. Ausge­drückt im Jargon des Apple-Gründers Steven Jobs war der Erfolg schlichtweg »insanely great«. Am Tag nach der Ankündigung verkaufte Apple in­nerhalb von sechs Stunden Com­pu­ter im Wert von 3,5 Millionen Dollar. Schon in der Woche zuvor hatten 24 amerikanische Col­leges signali­siert, dass sie insgesamt Rechner im Wert von 50 Mil­lionen Dollar pla­tzie­ren wür­den.[11] Der Macintosh war noch gar nicht offi­ziell an­gekündigt, da war er bereits ein Verkaufsschlager und eine Legen­de. Er war der »Computer for the rest of us « (Wer­be­slogan).[12]

Den Grundstock dafür hatte seine ältere Schwester gelegt. Ihr Na­me: Lisa. Sie hatte als Hochpreisprodukt das vorbereitet, was ihr kleiner Bruder voll­en­den sollte: absolute Benutzer­freund­lich­keit. Das war ihr mit einem Aufwand von 50 Millionen Dollar entwickel­tes Alleinstellungsmerkmal, das nun voll auf den erheb­lich preis­günstigeren kleinen Bruder übertragen wurde.

Die Geschichte des PCs TEIL 1 // TEIL 2 // TEIL 3 // TEIL 4 // TEIL 5 // TEIL 6 // TEIL 7 //
Quellen:

[1] Wall Street Journal, 22.2.1984, John Marcom Jr. «IBM home computer gets off to slow sales start, but industry analysts re­fuse to count out PCjr.«

[2] Wall Street Journal, 22.2.1984, John Marcom Jr. »IBM home computer gets off to slow sales start, but industry analysts re­fuse to count out PCjr.«

[3] Wall Street Journal, 24.1.1984, Erik Larson, Carrie Dolan: » Apple courts the press as it prepares ton unveil Macin­tosh Model today«

[4] Electronics, 4/1989, ohn McLeod: »Giving it one big push: Apple and `1984'«

[5] Newsweek, 30.1.1984, Michael Rogers: »It's the Apple of his eye«

[6] Computerwoche, 16.6.1983: »IBM kann bestellte PCs nicht liefern«

[7] Fortune, 3.5.1992, Bro Uttal: »What`s detainung the office of the future«

[8] The Economist, 24.8.1991: »Apple: what price glo­ry?«

[9] Business Week, 16.1.1984: »Apple computer's coun­ter­attack against IBM«

[10] Electronics, 4/89, ohn McLeod: »Giving it one big push: Apple and `1984'«

[11] Financial Times, 32.1.1984, Louise Kehoe: »Apple seeks to fend off IBM with launch of desktop range«

[12] The Economist, 24.8.1991: »Apple: what price glo­ry?«

Freitag, 12. August 2011

Die Geschichte des PCs: DER URSCHREI (Teil2)


Apple grüßt IBM - am Tag nach der Ankündigung

Journalyse-Quelle: Stattarchiv RV
Autor: Raimund Vollmer

1.4 Die »Revolution« auf dem Testbrett

Boca Raton. Anfang September 1981. An einem schwü­len Spätsom­mer­tag im Ge­burtsjahr des PCs machte sich Will H. Fastie auf den Weg von Bal­­timore nach Boca Raton, um hier im Sü­den Floridas die Wiege und das »Heim des IBM Personal Compu­ters« zu besuchen. Für den Journalisten war nach der Ankündigung klar, daß diese Maschine eine »Revolution bei Kleinrechnern« darstellte. Der Testreporter war im Auf­trag der Fach­zeit­­schrift Creative Compu­ting unterwegs, die im Dezember 1981 seinen ersten Bericht veröffentlichen wollte. Der Test-Termin war unter widri­gen Um­ständen zustande gekom­men. Denn IBM hütete anfangs das Maschin­chen wie Fort Knox, die US-amerikanische Gold-Reserve.

Dies hatte Fastie schon im Vorlauf seines Besuchs deut­lich zu ­spüren bekommen. Zwei Wochen lang hatten er und sei­ne Sekretärin sich um den Ter­­min in Boca Raton, im neuen Mekka des PC-Ge­schäftes, bemüht. Immer wieder wa­ren sie vertröstet wor­den. Argument: der PC werde noch gar nicht aus­­ge­liefert. Verzweifelt stöhnte Fastie: »Ver­stehen denn diese Leu­te nicht den Klein­rechnermarkt? Wollen sie denn nicht, daß die Welt etwas über ihr Produkt er­fährt?«[1] Zehn Jahre später gab ihm der IBMer Robert Corrigan eine Ant­wort: »Wir verstanden weder den Markt noch das Geschäft. Es war eine technologiegetriebene Ankündigung. Es war kein marktge­trie­benes Produkt.«[2]

Immerhin zeigte IBM damals ein Einsehen. Nun war Fastie am Ziel sei­ner Träume. Vor ihm, in einem vollklimatisierten Raum, standen drei jener Wun­der­ma­schi­nen, die das PC‑Geschäft revo­lutionieren soll­ten: »Der IBM Per­so­nal Com­puter ist der erste in der zweiten Genera­tion von Klein­­sy­ste­men«, vermerkt Fastie wagemutig in sei­nem Bericht.

Schwarze Dinger mit silbernen Beinen. Fastie war fas­zi­niert: »Das vielleicht auf­regend­ste Feature des IBM Personal Com­puters ist seine Gra­fik­fähig­keit«, lobte er den äußeren Ein­druck in sei­nem Be­richt. »Der Bild­schirm ist einer der schärf­sten, klar­sten und at­traktivsten, den ich je ge­sehen habe.« Dabei war die Mattscheibe nur mo­no­chrom.

Aber mit Äußerlichkeiten gab sich Fastie nicht zu­frieden. Er wollte dem Computer unter das Blech­kleid gucken. Wieder stieß er auf eine Mauer der Ablehnung. Fastie woll­te schon aufgeben, als er seinen letzten Trumpf ausspielte. Der Artikel werde erst nach dem Start der Aus­lieferung erscheinen, erklärte er. Dann wäre das Innere ohnehin kein Ge­heim­nis mehr. Fort Knox wur­de geöffnet. Fastie hatte ge­wonnen. Seinen Lesern erzählte er: »Ich kann Ihnen berich­ten, dass sich innerhalb der Sy­stemeinheit ein Bündel von grünen Kar­ten befindet, vollgestopft mit schwarzen Dingern, die jede Menge silberne Bei­ne besitzen.«[3]

So warb IBM in Deutschland für den PC, dessen Hausfarbe anfangs nicht blau oder grau war, sondern rot.

Kurzum: Fastie wusste auch nicht mehr als Der Spiegel. Der hat­te sich bereits nach der Ankündigung redlich bemüht, das Innere des Tausendsassas seinen gebildeten Le­sern in populärer Schreibe vor­zu­stellen: »Kernstück des IBM‑Sy­stems ist der Mikroprozessor 8088 von Intel, der al­ler­dings 16 In­formationsbits gleichzeitig ver­arbeitet, doppelt so­viel wie die Prozes­soren der meisten bis­her erhältlichen Geräte. Zusammen mit einem elek­t­ronischen Ge­dächt­­nis, das je nach Ausfüh­­rung 16.000 bis 260.000 Zeichen (ent­spre­chend etwa 18 bis 300 ma­schi­nen­geschriebenen Seiten Text) spei­chern kann, bildet es die ei­gent­liche Computereinheit.«[4]

Also, im Schnellslang von heute sah die CPU so aus: Intel 8088/4,77 MHz (16 Bit mit 8‑Bit‑Datenpfad), 40 KB ROM, Haupt­spei­cher zwischen 16 und 256 Kilo­byte. Adressierbarer Speicher: 1 Megabyte.

Sein Hauptmerkmal, kurzum die »Revolution«, war der 16‑Bit‑Pro­zes­sor. In ihm lag aber auch die Gefahr. Fastie: »Das Problem be­steht darin, dass sie eine Maschine gebaut haben, die sich sehr stark unter­schei­det von den anderen, und für die im allgemeinen Markt nur we­nig Unterstützung gefunden werden kann.« Dabei war der Rechner nur in seinem Innern eine 16‑Bit‑Maschine, der ex­ter­ne Datenbus war auf acht Bit ausgelegt. Er war also eine Art Zwit­­ter. Erst mit dem Prozessor 8086 sollte die Pfadlänge eben­falls auf 16 Bit ausgelegt wer­den. Doch da war der Markt schon längst entschieden. Um den PC herum entstand bis 1984 eine rie­sige Industrie, in der 2.500 Hersteller mehr als 3.000 Produk­te an­boten.

Diese Unternehmen hatten sehr schnell erkannt, was Ul­ric Weil, Ana­lyst bei dem Wertpapierhaus Morgan Stanley, 1983 so beschrieb. »In­nerhalb weniger Monate war der IBM PC der Stan­dard im Markt für Personal Computer.«[5] Drei Jahre nach seiner Ankündigung wurden 85 Prozent aller An­wendungen für diese neue Generation entwickelt.

Der PC hatte eine ähnliche Wirkung, wie 1964 die Ankündigung der Großrechnerfamilie IBM /360, die damals sehr schnell den Standard setzte. Und mit ihr wurde der PC auch technisch verglichen. Kostete zum Beispiel ein Modell 30 der /360 in den sechziger Jahren 280.000 Dollar und leistete dafür 33.000 Rechenoperationen in der Sekunde, so schnurrte der PC mit mehr als doppelt so vielen Operationen für 7.000 Dollar. Brauchte das Modell 30 für seine Zentral­einheit ei­ne Stellfläche von 1,60 mal 2,00 Meter, so paßte der PC auf je­den Schreibtisch.
1.5 Die Nummer 1 von 1981: Apple Computers

Aber natürlich verglich man damit Äpfel mit Bir­nen statt mit App­le, dem damals viel umju­bel­ten Newcomer im Micro‑Markt. Bei IBMs Markteintritt war die am 1. April 1976 gegründete Apple Computers der Platzhirsch im 1,5 Milliar­den Dollar schwe­ren Micromarkt, in dem sich damals rund 200 Hersteller tum­mel­ten. Rund 350 Millionen Dollar Umsatz hatte Apple für 1981 taxiert und war damit die Num­mer 1.[6]

Obwohl der PC in der Basiskonfiguration 20 Prozent teurer war als der damals äußerst populäre Apple II, bot er mehr Offenheit und damit mehr Optionen, das Maschinchen zu erweitern. Sein Haupt­speicher zum Beispiel war in der maximalen Ausbaustufe doppelt so groß wie der des Apple III, der damals die neueste Top-of-the-Line-Ma­schi­ne der Kalifornier war.[7]

Apple blieb nichts anderes übrig, als den Herausforderer mit ganzseitigen »Will­kommens-Anzeigen« zu be­grü­ßen. »Welcome IBM«, hieß es in der Werbe-Botschaft, die am Tag nach der Ankündigung im Wall Street Journal erschien. Und die Kalifornier meinten das »ernsthaft. Willkommen in dem auf­regendsten Marktplatz seit dem Beginn der Computer‑Revolu­tion von 35 Jahren.«[8]

Man feierte das, was man fürchtete...

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Quellen


[1] Creative Computing, 12/1981, Will Fastie: »The IBM personal com­puter«

[2] Financial Times, 16.7.1991, Paul Tate: »Happy birth­day to a trend setter«

[3] Creative Computing, 12/1981, Will Fastie: »The IBM personal computer«

[4] Der Spiegel, Nr. 35/1981: »Minis vom Riesen«

[5] Time, 11.7.1983, John Greenwald: »The Colossus that works«

[6] Fortune, 29.6.1981, Bro Uttal: »The coming struggle in Personal Computers«

[7] Business Week, 24.8.81: »IBM joins the race in personal computers«

[8] Time, 11.7.83, John Greenwald: »The Colossus that works«